Heute stelle ich dir ein eigenes Projekt vor, welches ich von der Skizze bis zur finalen Wandbeschriftung komplett mit jedem einzelnen Schritt hier zeige. Ein eigenes Lettering letztendlich an der Wand in einem größeren Format zu sehen, ist schon etwas Besonderes. Wie bei jedem Lettering beginnt alles auf dem Papier mit Bleistift. Die Wörter waren klar, es sollte „Che Buono“ in eleganter Form mit Schnörkel gestaltet werden. „Che Buono“ ist ein üblicher Ausdruck in Italien, wenn ein gutes Essen beschrieben wird. Also passt es sehr gut an die Wand unseres Esstisches. Hier kommen die einzelnen Steps.

1. Skizze

Skizze-Lettering-mit-Schnoerkeln

Schnörkel-ohne-Gewichtung

Schnörkel-mit-Gewichtung

Das Lettering habe ich in englischer Schreibschrift skizziert. Die Schnörkel setze ich immer nachträglich, damit ich weiß, wie die Wörter verlaufen und wo Freiräume liegen. Das ist jetzt nur eine Skizze hier, aber dieser Prozess kann manchmal viele Skizzen beinhalten. Wenn die Schnörkel ihren Platz haben, dann wird den Schnörkeln die Gewichtung hinzugefügt. Ziel ist, eine finale Skizze zu haben, die bereit ist zum vektorisieren.

2. Vektorisierung

Vektorisiertes-Lettering

Hier siehst du die vektorisierte Lösung der finalen Skizze. Dieser Arbeitsschritt dauert 1-3 Stunden je nach Komplexität. Dazu kommen noch verschiedene Korrekturen. Du merkst jetzt schon wieviel Aufwand hinter so einer Arbeit steckt.

3. Projektion per Beamer an der Wand

Beamer-Projektion

Konturen-mit-Bleistift

Bleistiftlinien-nah

Jetzt wird „Che Buono“ per Beamer und am besten in schwarz/weiß an die Wand projiziert, und zwar genau da, wo es hin soll. Es ist gut, wenn du es bei Dunkelheit machst, es sei denn dein Beamer ist hell genug. Nun nimmst du einen weichen Bleistift und ziehst die Konturen an der Wand nach.

4. Testphase: Farbe aufbringen

Test-Lettering

Damit du ein Gefühl für den Untergrund bekommst, empfehle ich dir, ein Lettering auf der gleichen Wand zu testen (wenn du die Möglichkeit hast. Sonst kannst du auch etwas beschriften, was sowieso verdeckt ist, z.B. hinter einem Bild…), damit du merkst, wie sich Pinsel, Farbe und Wandoberfläche zusammen verhalten.

5. Aufbringen der Farbe an die Wand

Detail-Schriftzug-Konturen

finaler-Schriftzug

Perspektive-Schriftzug

Nun hast du ein Gefühl für die Oberflächenbeschaffenheit und kannst auf der Originalwand loslegen. Es gibt noch die Möglichkeit ein Lettering an der Wand in verschiedene und gleich große Flächen zu unterteilen und es ohne Beamer auf die Wand zu übertragen. Probiert habe ich diese Lösung noch nicht, aber ich stelle es mir komplizierter vor.

Wenn du Fragen zu diesem Projekt hast, kannst du mir gerne schreiben.

Bild und Text: Robert Bree

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