Abstand zu gewinnen von der eigenen Routine schafft Fokus, auch wenn der Wiedereinstieg auch mal gewöhnungsbedürftig sein kann. An der eigenen Leidenschaft zu arbeiten, also in meinem Fall sich täglich mit Buchstaben zu beschäftigen, ist nicht immer erfüllend, insbesondere wenn du das Gefühl hast, es findet keine Verbesserung statt, oder du denkst, sogar einen Rückschritt gemacht zu haben. Unzufriedenes Feedback, weniger Likes, weniger Resonanz oder keine guten Ideen können dazu führen, dass du keinen Fortschritt spürst.

Steve Jobs und die “Passion”

Da kommt vielleicht das Wort „Leiden“ ins Spiel, welches die Leidenschaft trägt, bzw. den Moment aushält, wenn es nicht so läuft wie du dir es vorstellst. Wie sagte noch Steve Jobs, wenn du wirklich Passion für eine Sache hast, dann hilft Sie dir besonders in schweren Momenten, wenn es hart wird, wenn du keine Resultate siehst, wenn du keinen Erfolg hast. Und diese Momente sind da und kehren auch immer wieder. Genauso wie die Momente der positiven Eindrücke und Fortschritte wiederkehren. Die Bedingung dafür ist: Weitermachen. Es hört sich so leicht an, jedoch auch ich kenne das Gefühl, Dinge zu tun, die man nicht machen möchte, eigentlich.

Besser Scheitern

Beim Sport ist es ähnlich. Dranbleiben ist die Devise. Kontinuierlich an sich arbeiten, sonst droht Stillstand oder Rückschritt. Der schweizerische Tennisspieler Stan Wawrinka hat erst im Herbst seiner Karriere seine größten Erfolge gefeiert. Auf seinem Arm ist ein Zitat von Samuel Beckett tätowiert. „Versucht. Gescheitert. Egal. Erneut versuchen. Besser scheitern“.

Scheitern darf kein Grund sein, eine Aktivität sein zu lassen. Genauso gut wie ein Erfolg nicht Grund sein muss, eine Erfüllung weiterhin in dieser Tätigkeit zu finden. Wenn auch dich diese Grenzerfahrungen manchmal zu viel beschäftigen, dann nimm dir eine Auszeit.

Autor: Robert Bree
Grafik: Robert Bree | Grafikdesign&Handlettering
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